Aktuelle Informationen zur Sanierung der Krankenhäuser Salem und St. Vincentius:

Hauptverfahren planmäßig eröffnet

Sehr geehrte Damen und Herren, die unseren Kliniken auf vielfältige Weise verbunden sind,

liebe Mitglieder unserer Stadtmission, liebe Verwaltungsräte, liebe Beiräte,

unsere Krankenhäuser Salem und St. Vincentius durchlaufen aktuell Sanierungsverfahren, um sich umfassend neu aufzustellen und durch eine Restrukturierung langfristig den aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen des Gesundheitswesens begegnen zu können.

Am 1. Februar 2024 wurden vor diesem Hintergrund planmäßig die Hauptverfahren für beide Häuser eröffnet. Nach einer dreimonatigen Schutzschirmphase, die mit Eröffnung der Schutzschirmverfahren am 21. November 2023 eingeläutet wurde, hat das Amtsgericht Heidelberg damit die nächste Etappe in der Sanierung als sogenanntes Eigenverwaltungsverfahren bestätigt.

Die medizinische Behandlung und Betreuung der uns anvertrauten Patienten sowie die medizinische Ausbildung ist während des Eigenverwaltungsverfahrens in gewohnter Qualität sichergestellt. Geplante Untersuchungen, Operationen und Nachsorge finden vollumfänglich gemäß den zugrundeliegenden Behandlungsplänen statt.

Derzeit befinden wir uns gemeinsam mit externen Sanierungsberatern in der finalen Ausgestaltung des medizinstrategischen Zukunftskonzepts, das uns stabilisieren und langfristig wirtschaftlich tragfähig machen soll. Alle Beteiligten arbeiten intensiv daran, dass dieses Vorhaben gelingt. Darüber, wie die konkreten Leitlinien des Sanierungskonzeptes und die damit verbundenen Restrukturierungsmaßnahmen ausgestaltet sein werden, halten wir Sie informiert.

Wir stehen Ihnen zur Beantwortung Ihrer Fragen unter folgender E-Mail-Adresse zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir danken Ihnen für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen sowie für Ihre anhaltende Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

 


Prof. Dr. Helmut K. Seitz
Vorstandsvorsitzender der Evang. Stadtmission Heidelberg Christian Wetzel
Geschäftsführer Trägergesellschaft Evang. Stadtmission Heidelberg

Christian Wetzel

Geschäftsführer Trägergesellschaft Evang. Stadtmission Heidelberg

Florian Kesberger
Geschäftsführer Krankenhaus Salem

Yong-Uk Kim
Geschäftsführer Krankenhaus St. Vincentius

 

FAQ-Katalog zur Situation der Krankenhäuser Salem und St. Vincentius


1) Wieso haben die Krankenhäuser Salem und St. Vincentius Evang. Stadtmission Heidelberg Anträge auf Durchführung von Schutzschirmverfahrens gestellt?


2) Wie kam es zu dieser Situation?

 


3) Worum genau handelt es sich bei einem Schutzschirmverfahren?


4) Sind die Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH und die Krankenhaus St. Vincentius der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH zahlungsunfähig?

 


5) Wie geht es mit der Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH und der Krankenhaus St. Vincentius der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH sowie den jeweiligen Betrieben der Einrichtungen weiter?

 


6) Wird nach dem Verfahren wieder alles so sein wie zuvor?


7) Ist die medizinische Versorgung weiterhin gewährleistet?


8) Werden geplante Operationen aufgrund des Schutzschirmverfahrens abgesagt?


9) In Kürze steht mir bzw. meinem Angehörigen eine medizinische Behandlung im Krankenhaus Salem oder im Krankenhaus St. Vincentius bevor. Wird diese wie geplant stattfinden?

 


10) Entstehen durch das Schutzschirmverfahren Einschränkungen für Besucher?


11) An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

 

1. Wieso haben die Krankenhäuser Salem und St. Vincentius Evang. Stadtmission Heidelberg Anträge auf Durchführung von Schutzschirmverfahrens gestellt?

Die erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen für die beiden Häuser aus eigener Kraft umzusetzen, ist nicht länger möglich – daher wurde nach intensiven Überlegungen und Abwägungen aller Optionen die Entscheidung zu diesem Schritt getroffen. Der gesetzliche Schutz des Schutzschirmverfahrens und seine breiten Gestaltungsinstrumente bieten die Möglichkeit, bei laufendem Betrieb die Neugestaltung der Häuser anzugehen.

Ziel ist die Entwicklung einer maßgeschneiderten Versorgungsstrategie für die Region, die den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Häuser und des Trägers bestmöglich Rechnung trägt, die medizinische Versorgung und Ausbildung langfristig in Heidelberg sichert.  

 

2. Wie kam es zu dieser Situation?

Neben den allgemeinen Teuerungen für Energie- und Sachkosten haben die Krankenhäuser Salem und St. Vincentius mit Fachkräftemangel und steigenden Kosten für notwendige Investitionsmaßnahmen zu kämpfen. Auch der, seit der Pandemie anhaltende, Rückgang von Fallzahlen kommt erschwerend hinzu. Die finanziellen Defizite können durch den laufenden Betrieb nicht mehr ausgeglichen werden.

 

3. Worum genau handelt es sich bei einem Schutzschirmverfahren?

Bei einem Schutzschirmverfahren handelt es sich um ein spezielles Verfahren aus dem Insolvenzrecht, das strengen Anforderungen unterliegt: Die Antragstellung erfolgt freiwillig und der Antragsteller darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht zahlungsunfähig sein. Weiter sind gute Aussichten für eine erfolgreiche Neuaufstellung verpflichtende Voraussetzung.

Die Restrukturierung erfolgt dann eigenverantwortlich im Rahmen dieses speziellen Verfahrens bei laufendem Weiterbetrieb des Unternehmens unter der Aufsicht eines gerichtlich bestellten sog. vorläufigen Sachwalters. Dieser prüft die wirtschaftliche Lage des Antragstellers und begleitet das Unternehmen gemeinsam mit weiteren externen Spezialisten während der gesamten Verfahrensdauer. Die Entscheidungshoheit verbleibt vorrangig bei der Geschäftsleitung.

Ziel ist es stets, auf Basis eines von Experten gemeinsam mit den Entscheidungsträgern des Unternehmens entwickelten Zukunftskonzeptes das Unternehmen zu neuzugestalten und dadurch zukunftstauglich aufzustellen.

 

4. Sind die Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH und die Krankenhaus St. Vincentius der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH zahlungsunfähig?

Nein. Die Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH und die Krankenhaus St. Vincentius der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH sind nicht zahlungsunfähig. Aktuell ist jeweils die Zahlungsfähigkeit gegeben. Dies ist schon Voraussetzung zur Antragstellung auf Durchführung eines Schutzschirmverfahrens.

 

5. Wie geht es mit der Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH und der Krankenhaus St. Vincentius der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH sowie den jeweiligen Betrieben der Einrichtungen weiter?

Das laufende Verfahren hat keinerlei Auswirkungen auf die Krankenhausbetriebe, diese werden vollumfänglich fortgeführt. Patientinnen und Patienten können und sollen weiter ins Krankenhaus kommen und werden in gewohnter Qualität weiter behandelt und betreuet.

Im nächsten Schritt, werden im Rahmen des Schutzschirmverfahrens die Geschäftsführungen der beiden Krankenhäuser mit Hilfe eines externen Expertenteams ein Zukunftskonzept entwickeln, das auf die bestmögliche Versorgung der Patienten sowie auf die besonderen Bedürfnisse der Region zugeschnitten ist. Das bietet die Möglichkeit, sich für die Zukunft neu aufzustellen und sich auf dieser Basis langfristig so zu restrukturieren, dass eine maßgeschneiderte Versorgungsstrategie für die Region bereit gestellt wird, die den wirtschaftlichen Bedürfnissen der Häuser und des Trägers bestmöglich Rechnung trägt sowie die medizinische Versorgung und Ausbildung langfristig in Heidelberg sichert.

 

6. Wird nach dem Verfahren wieder alles so sein wie zuvor?

Sanierung bedeutet auch Veränderung – dass es im Status Quo nicht weitergehen kann, ist allen Beteiligten klar. Das im Rahmen des Schutzschirmverfahrens zu entwickelnde Sanierungskonzept wird die Grundlage für die schrittweise Restrukturierung der Einrichtungen bilden. Welche Schritte das Konzept im Einzelnen vorsieht, wird die kommende Zeit zeigen. Wir versichern, dass alle Entscheidungen wohlüberlegt und im Sinne unserer Patienten und vor dem Hintergrund, die medizinische Versorgung der Region langfristig sicherzustellen, getroffen werden.

 

7. Ist die medizinische Versorgung weiterhin gewährleistet?

Ja. Patientinnen und Patienten und deren Angehörige werden in gewohnter Qualität betreut und behandelt. Die Krankenhausbetriebe werden vollumfänglich fortgeführt, die medizinische Versorgung ist auch während des laufenden Verfahrens sichergestellt. Operationen finden wie geplant statt

 

8. Werden geplante Operationen aufgrund des Schutzschirmverfahrens abgesagt?

Nein, geplante Operationen werden aufgrund des Schutzschirmverfahrens nicht abgesagt. Der Operationsbetrieb sowie die zugehörige Nachsorge finden wie bisher ohne Einschränkungen in unseren Einrichtungen statt.

 

9. In Kürze steht mir bzw. meinem Angehörigen eine medizinische Behandlung im Krankenhaus Salem oder im Krankenhaus St. Vincentius bevor. Wird diese wie geplant stattfinden?

Ja, medizinische Behandlungen und Maßnahmen werden wie geplant stattfinden. Bei konkreten Fragen zu bevorstehenden Behandlung wenden Sie sich bitte an Ihren betreuenden Arzt vor Ort bzw. an das Patientenmanagement der entsprechenden Einrichtung.

 

10. Entstehen durch das Schutzschirmverfahren Einschränkungen für Besucher?

Nein, für Besuche im Krankenhaus Salem oder im Krankenhaus St. Vincentius bestehen keinerlei Einschränkungen.

 

11. An wen kann ich mich bei weiteren Fragen wenden?

Alle weiteren Fragen können Sie an die folgende E-Mail-Adresse richten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir antworten Ihnen schnellstmöglich.